Pazifismus
In der heutigen Zeit ist der Begriff Pazifismus im Vergleich zu anderen Zeit in der Geschichte sehr weit verbreitet. Egal, wo und wann man die Nachrichten einschaltet, immer wieder wird vor allem im Rahmen etlicher Talksshows über den so genannten Pazifismus diskutiert. Ganz grundsätzlich handelt es sich beim Pazifismus um eine so genannte ethische Grundhaltung. Die Anhänger dieser ethischen Grundhaltung lehnen somit beispielsweise die militärische Anwendung von Gewalt zwischen zwei Staaten ab. Das Ziel der Pazifisten ist es, den Ausbruch von Gewalt und andere Konflikte durch ein vollkommen wirksames Völkerrecht anzuschließen. Ganz prinzipiell halten Pazifisten Krieg als vollkommen illegitim. Im Gegensatz zu den so genannten Bellizisten, gibt es für die Pazifisten keinen gerechten Krieg. So kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass die unterschiedlichsten Anhänger des Pazifismus gegen die Kriegsführung der unterschiedlichen demonstrieren. Pazifisten versuchen oft, einmal begonnene bewaffnete Konflikte möglichst schnell zu beenden. Die Anhänger des Pazifismus versuchen darüber hinaus auch jegliche Form der Aufrüstung zu verhindern und setzen sich in der Regel immer auch für eine nachhaltige Konfliktlösung ohne Gewalt aus. Ziel des Pazifismus ist somit ein dauerhafter Frieden zwischen allen Akteuren ohne den Einsatz von Waffengewalt. Die Ursprünge des Begriffs Pazifismus liegen in der Lateinischen Sprache.
Die Geschichte des Begriffs Pazifismus
Der lateinische Ausdruck Pax lautet ins Deutsche übersetzt Frieden. Der eigentliche Ursprung des deutschen Wortes Pazifismus kann aus heutiger Sicht bis auf die Zeit um 1900 zurückdatiert werden. Im genaueren Sinne geht der Begriff Pazifismus auf die Französische Revolution und die eng mit dieser verbundenen bürgerlich-liberalen Emanzipationsbewegung zurück. Diese erfasste nach und nach ganz Westeuropa. Einer der wohl maßgeblichsten Akteure im Zusammenhang mit dem Begriff Pazifismus ist der aus Frankreich stammende Autor Emile Arnaud. Diese veröffentlichte im Jahre 1901 in einer Tageszeitung Belgiens einen Aufruf zur Konfliktlösung ohne jegliche Form von Gewalt. Er bezog dies auf sämtliche Teile der Gesellschaft und schloss alle individuellen als auch kollektiven Bestrebungen in dieser Forderung nach einem wahren Pazifismus mit ein.
Pazifistische Veranstaltungen
So kam es, dass der Begriff Pazifismus über die Jahre hinweg immer gleichbedeutend mit dem Ausdruck Friedensbewegung verwendet wurde. Eine in diesem Kontext des Pazifismus wichtige Veranstaltung war die Haager Friedenskonferenz von 1899. Auf dieser formulierten die Teilnehmer die diverse Punkte zur Umsetzung dieser pazifistischen Ansätze. Dazu gehörte somit vor allem die Einrichtung unterschiedlicher Schieds-Gerichte für die internationale Konfliktregulierung; eine zwischen allen teilnehmenden Staaten vereinbarte Abrüstung; der Zusammenschluss aller Staaten zu einem so genannten Völkerbund. Dieser so genannte Völkerbund ein quasi Vorläufer der Vereinten Nationen erhielt den so genannten Völkerkongress als parlamentarischen Unterbau.